Die Umstellung auf die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse – eines der maßgeblichen Ziele der Bologna-Reform – ist in Deutschland nahezu abgeschlossen: In neun von zehn Studiengängen haben Bachelor und Master die alten Titel abgelöst.
Wer Unternehmen fragt, wie zufrieden sind sie mit den Bachelor-Studenten, der bekommt als Antwort. Erstens die Bachelor kommen ziemlich problemlos ins Berufsleben, zweitens sie werden von den Unternehmen auf den üblichen Akademikerpositionen eingesetzt und drittens, was die Karriere angeht, das entscheidet sich im Laufe des Berufslebens, also wie weit sich die Absolventen bewähren. Gut werden die Erwartungen der Unternehmen erfüllt, die viele nicht erwartet hatten, nämlich bei der Kenntnis wissenschaftlicher Methoden.
Dem Bachelor wurde immer unterstellt, dass er nicht wissenschaftlich genug ausgebildet ist. Das trifft aus Sicht der Unternehmen, so die Ergebnisse einer iw-Umfrage, nicht zu. Das ist das positive Beispiel, aber es gibt auch einen Punkt, der den Unternehmen Sorgen macht. Es fehlt nämlich die wichtige Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf neue Probleme zu übertragen. Da gibt es relativ wenige Unternehmen, die sagen, das sei voll und ganz zu ihrer Zufriedenheit. Hier muss also nachgebessert werden.