Position vom 18. Dezember 2012

Damit der Fortschritt weiblicher wird

Junge Karrierestarter/innen werben auf Image-Plakaten für technische Berufe

Hannover. Ein Gesicht, zwei Jobs: Marion Schellenberg, Doktorandin beim Deutschen Institut für Kautschuk-Technologie in Hannover, wirbt in einer großen Anzeigenkampagne der niedersächsischen Metall-Arbeitgeber für technische Berufe. Auf Plakatwänden in Anzeigen oder auch auf einem Kalendermotiv.


Marion Schellenberg auf einer Plakatwand des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall

„Ich war nie der Typ, der gern mit Puppen spielt“, sagt sie. Schon als Kind fühlte sie sich in der Garage ihres Vaters wohl: Er schraubte häufig am Auto, und die kleine Marion war immer dabei.

Heute ist sie 27, hat im Abi Mathe und Chemie als Leistungskurs gewählt und an der Leibniz Uni in Hannover Chemie studiert. Im Institut arbeitet sie an Themen, die für die Industrie sehr wichtig sind: Wie lassen sich Materialien verbessern, damit sie etwa resistent gegen Flammen oder weniger gasdurchlässig werden?

Dass zum Beispiel von den 131.000 Erstsemestern der Ingenieurwissenschaften im Wintersemester 2011/12 lediglich 21 Prozent weiblich waren, „sollte sich schleunigst ändern“, findet Schellenberg. Sie stellt sich deshalb gern zur Verfügung, um Werbung für die Naturwissenschaften zu machen.

(Text: Werner Fricke)

 
 
 
 

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