Pressemeldung vom 25. Januar 2012

NiedersachsenMetall zum heutigen Sondierungsgespräch:

IG Metall-Forderung nach unbefristeter Übernahme führt zu Elitenauslese und Rückgang an Ausbildungsplätzen

Hannover – 25. Januar 2012. In dem heutigen Sondierungsgespräch mit der IG Metall verdeutlichte NiedersachsenMetall erneut, dass eine unbefristete Übernahme von Auszubildenden für die Arbeitgeber nicht in Frage kommt. Wolfgang Niemsch, Präsident und Verhandlungsführer von NiedersachsenMetall: „Wenn die Gewerkschaft derzeit fordert, eine unbefristete Übernahme aller Auszubildenden in den Tarifvertrag zu schreiben, so will sie Probleme lösen, die es gar nicht gibt. Denn eine Übernahme ist in der Regel selbstverständlich:“ Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt wies darauf hin, dass bei einer Übernahmeverpflichtung die Betriebe fortan nur noch für den eigenen Bedarf ausbilden würden. „Wir müssen dann von heute auf morgen mit 25 Prozent weniger Ausbildungsplätzen in Niedersachsens Metallindustrie rechnen. Das ist völlig kontraproduktiv vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels.“ Außerdem würden die Unternehmen nur noch diejenigen einstellen, von denen sie mit absoluter Sicherheit von einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss überzeugt seien. Schmidt: „Die IG Metall-Forderung führt zur absoluten Elitenauslese. Es fallen all diejenigen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen runter, die nicht auf Anhieb zu den besten Schulabgängern zählen.“ Schmidt betonte, dass alle Maßnahmen, die die Tarifpartner in den vergangenen zwei Jahren für die Förderung Geringqualifizierter ergriffen hätten, wie etwa die 5000er Initiative für Hauptschüler, damit ad absurdum erklärt würden.

Die Tarifpartner konnten keine Einigung in Fragen der Zeitarbeit erzielen. NiedersachsenMetall beharrt darauf, dass tarifliche Fragen hierzu durch die Sozialpartner der Zeitarbeit zu besprechen sind, aber nicht durch die Metallarbeitgeber als deren Kunden.

Bei Fragen tarifvertraglicher Regelungen für Studierende im Praxisverbund tauschten die Tarifparteien ihre unterschiedlichen Vorstellungen aus. Die Tarifpartner haben sich auf den 6. März 2012 vertagt.


Werner Fricke
0172-5105912

 
 
 
 

Ansprechpartner

Werner Fricke
Kommunikation
Leiter des Bereiches

Werner Fricke

Tel: 05 11 / 85 05 - 293

Fax: 05 11 / 85 05 - 291

Werner Fricke
Kommunikation
Leiter des Bereiches

Werner Fricke
Tel: 05 11 / 85 05 - 293
Fax: 05 11 / 85 05 - 291