Pressemeldung vom 09. November 2011

Der Weg nach oben

SMAG setzt auf Ausbildung und Wachstum

Salzgitter - November 2011. Florian Süß ist Maschinenbautechniker, hat bei der Salzgitter Maschinenbau AG (SMAG) von der Pike auf gelernt, hat sich dann nebenbei fortgebildet - und macht jetzt Karriere in dem mittelständischen Unternehmen, das an Standorten in Deutschland und China mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Der 26-Jährige arbeitet heute  im Vertrieb und im Projektmanagement.

„Er ist ein schönes Beispiel dafür, wie Unternehmen durch intensive Ausbildung und Qualifizierung den eigenen Führungsnachwuchs entwickeln können“, stellt der Vorstandsvorsitzende Sebastian H. Brandes fest. Das sei gerade für Mittelständler heute angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels als Folge des demografischen Wandels eine überlebenswichtige  Aufgabe. „Wir haben in der Belegschaft ein sehr hohes Durchschnittsalter“, berichtet Brandes. In den nächsten Jahren werden 100 Mitarbeiter aus Altersgründen ausscheiden. Dieses gewachsene Know-how müsse man durch eine gezielte Aus- und Fortbildung ersetzen.

Florian Süß hatte 2006 seine Lehre als Mechatroniker beendet. Wenig später beschloss er, sich vier Jahre lang abends an der Techniker-Akademie in Braunschweig zum Maschinenbautechniker weiter zu bilden. „Ich habe von Anfang mehr gewollt und das gegenüber meinen Vorgesetzten auch bekundet“, erzählt Süß. Und das Unternehmen habe ihn darin bestärkt, ihn gefördert  und seine Abendschule finanziert. So profitieren jetzt beide Seiten von der Entwicklung.

Die SMAG hat am Hauptsitz in Salzgitter, an dem knapp 500 Mitarbeiter beschäftigt sind, 31 Auszubildende in acht verschiedenen Ausbildungsberufen. Die Ausbildung wird überbetrieblich im Verbund mit mehreren anderen Maschinenbaufirmen aus der Region organisiert. Außerdem arbeitet das Unternehmen eng mit zwei Fachhochschulen in der Region zusammen.

Gute Produkte und eine fachlich starke Belegschaft, die deutsche Qualitätsarbeit liefert, sind die Basis für die erfolgreiche Entwicklung der SMAG in den vergangenen Jahren. „Wir haben den Umsatz seit 2008 um fast 40 Prozent auf 117 Millionen Euro gesteigert und dabei ordentliche Erträge erwirtschaftet -  und das in einer wirtschaftlichen Krisenzeit“, stellt Brandes fest. Er ist seit zweieinhalb Jahren beim Traditionsunternehmen SMAG (1919 gegründet), das einst zum staatlichen Salzgitter-Konzern gehörte und sich seit 1991 in privater Hand befindet. Brandes nennt weitere Erfolgsfaktoren für  die Krisenfestigkeit des Unternehmens: Ein diversifiziertes Geschäftsmodell mit drei Produktsäulen, ein starkes Exportgeschäft und eine breite Kundenstruktur aus den verschiedensten Branchen.

Hauptprodukt ist der „Peiner Greifer“ - eine Markenname nicht nur für die Hafenwirtschaft in aller Welt. „Wir sind weltweit größter Hersteller von  Kran-Greifern zum Be- und Entladen von Schiffen und anderen Transportfahrzeugen. Wir liefern in mehr als 40 Länder. Bei Greifern für die Seeschifffahrt haben wir einen Weltmarktanteil von 50 Prozent’“, stellt Brandes fest. Greifer werden für den Transport der verschiedensten Güter gebaut: von Sand über Kohle, Müll, Holz bis zu Getreide, Dünger und Eisenschrott.

Schon 1995 eröffnete die SMAG ein Werk in China - damals für einen Mittelständler ein Pionierprojekt. Ein weiteres folgt nun: Im nächsten Jahr soll ein Werk auf dem Zukunftsmarkt Indien gestartet werden.
Neben Greifern, die 85 Prozent des Umsatzes ausmachen, baut die SMAG noch Antennenträger für militärische und zivile Einsätze sowie schwere Bohrwagen für den weißen Bergbau, also für den Abbau von Kali, Salz oder Gips.

„Unser Unternehmensziel ist ein profitables Wachstum vor allem auf den Exportmärkten, um damit die Arbeitsplätze im Inland  zu sichern“, fasst Brandes zusammen. Zusätzliche Jobs in Deutschland werde es künftig vor allem in den Stabsbereichen Forschung und Entwicklung, Produktmanagement, Marketing und Qualitätsmanagement geben.

Klaus Sievers

 

 
 
 
 

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