Pressemeldung vom 16. August 2010
Mehr Flexibilität für die Betriebe –
mehr Stabilität für den Standort Hannover
NiedersachsenMetall und IG Metall schließen Tarifvertrag zur überbetrieblichen Beschäftigungssicherung
Hannover – 16. August 2010. Sichere Arbeitsplätze am Standort Hannover, eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und mehr Flexibilität im Konjunkturaufschwung – das sind die entscheidenden Gründe für den Tarifvertrag zur überbetrieblichen Beschäftigungssicherung, den heute NiedersachsenMetall und IG Metall im Hannoverschen Rathaus unterzeichnet haben.
Die neue Regelung ermöglicht es Unternehmen, die Auftragseinbrüche oder Auftragsspitzen zu verzeichnen haben, Personal untereinander auszutauschen – etwa wenn ein Unternehmen einen Personalüberhang hat, während in einem anderen Unternehmen Überstunden geleistet werden. Es hilft den Unternehmen, nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch im Aufschwung über gut ausgebildete Fachkräfte zu verfügen.
Der neue Tarifvertrag gilt bislang für 9 Unternehmen, drei weitere haben ihre Teilnahme zugesagt. Sie beschäftigen knapp 9.000 Mitarbeiter in der Region Hannover.
NiedersachsenMetall-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt lobt die Vereinbarung als ein weiteres Instrument im tarifvertraglichen Werkzeugkasten, das die Unternehmen bei Bedarf nutzen können: „Der neue Tarifvertrag dient der weiteren Flexibilisierung – nicht nur in der Krise, sondern auch im Aufschwung. Wir wollen damit den Betrieben mehr Flexibilität geben, den Beschäftigten sicherere Arbeitsplätze und dem Industriestandort Hannover mehr Stabilität.“
NiedersachsenMetall hat ein ähnliches Modell schon 1999 im Raum Braunschweig unterstützt. Schmidt: „Wir haben dort sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit dem heutigen Tarifvertrag zeigen wir, dass die Sozialpartnerschaft funktioniert und die Verantwortungspartnerschaft der Tarifvertragsparteien sich auch im Aufschwung in konkreten Maßnahmen vor Ort bewährt.“
Lob kommt auch von Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil: „Die Vereinbarung zeigt, dass zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften der Metallindustrie in Hannover großes Einvernehmen herrscht, soviel Arbeit wie möglich zu regulären Tarifbedingungen vorzuhalten. Dafür bedanke ich mich bei den Tarifparteien.“
Der neue Tarifvertrag gilt für Nexans Deutschland GmbH, KrausMaffei Berstorff GmbH, Troester GmbH, Komatsu Hanomag GmbH, MTU Maintenance GmbH, TRW Automotive GmbH, Radio Frequency Systems GmbH, Eilhauer Maschinenbau GmbH und Wabco GmbH.
Werner Fricke 0172-5105912
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Leiter des Bereiches
Werner Fricke
Tel: 05 11 / 85 05 - 293
Fax: 05 11 / 85 05 - 291
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